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Welche Ladekarten man in Österreich braucht

Schön wäre es, könnte man einfach zu einer Ladestation fahren, anstecken, und dann laden. Zahlung ganz einfach per Bankomat-Karte, oder eventuell sogar automatisiert im Hintergrund, ohne, dass man irgendetwas zusätzlich tun müsste, ähnlich, wie Tesla das aktuell schon handhabt.

Und ja, es gibt Bestrebungen in diese Richtung. Immer mehr Autos erfüllen die entsprechenden Protokolle, und immer mehr Ladestationen ebenfalls. Bis dieser Wunsch aber Realität ist wird es noch dauern. Bis dahin ist man leider angewiesen auf Handy-Apps und RFID-Karten von bestimmten Ladenetz-Betreibern. Der Wildwuchs an Karten ist dabei enorm, fast jeder Anbieter hat seine eigene, und viele Karten gelten übergreifend auch für andere Anbieter, und auch die Preisdifferenzen sind groß.

Doch welche Karten braucht man in Österreich wirklich, um problemlos überall hin zu kommen?

Ich verwende momentan folgende, und damit bin ich noch immer gut unterwegs gewesen.

  • eine BEÖ-Karte
  • die Smatrics-Karte
  • die EinfachStromLaden-Karte

Diese Karten überschneiden sich teilweise, und ob man die Maingau- oder die EnBW-Karte nimmt, ist wahrscheinlich Geschmackssache. Außerdem ändert es sich quasi andauernd, welche Ladestationen mit welcher Karte bedienbar sind. Mit diesen dreien kommt man in Österreich momentan aber quasi uneingeschränkt aus.

Eine BEÖ-Karte

BEÖ – das ist der Bundesverband Elektromobilität Österreich. Da gehören die wichtigsten Elektrizitäts-Anbieter Österreichs dazu, und die meisten davon bieten ihre eigene Karte an. Diese Karte gilt aber im gesamten Netz der jeweils anderen, sodass hier ein sehr großes, österreichumspannendes Netz entstanden ist.

In meinem Fall habe ich die Energie Steiermark Ladekarte. Hier wird pro Minute abgerechnet. Es gibt zwar auch Flatrate-Tarife, doch die braucht nur, wer wirklich viel auf Autobahnen unterwegs ist.

Die Smatrics-Karte

Smatrics ist einer der größeren österreichischen Betreiber von Ladestationen. Smatrics zeichnet sich dabei durch eine meiner Erfahrung nach recht hohe Qualität, aber auch einen recht hohen Preis aus. Die Stationen sind verlässlich, die Preise aber nicht ganz billig. Abgerechnet wird auch hier pro Minute, es gibt auch hier Tarife für Vielfahrer mit monatlicher Grundgebühr. Aufgrund der geringeren Menge an Ladestationen wird sich das jedoch für fast niemanden wirklich rechnen können.

Die EinfachStromLaden-Karte

Diese Karte wird vom Strom-Anbieter Maingau Energie angeboten. Die EinfachStromLaden-Karte ist dabei eine Roaming-Karte, die die allermeisten Ladestationen in Europa abdeckt. Eine der wenigen Ausnahmen ist Smatrics, weswegen man die Smatrics-Karte extra haben sollte. Sogar Ionity-Ladesäulen können mittlerweile (wenn auch zu einem separaten, höheren Tarif) mit der EinfachStromLaden-Karte bedient werden.

Wenn man außerdem seinen Strom von Maingau bezieht, werden die Tarife zum öffentlichen Laden besser. Abgerechnet wird hier in kWh, und nicht in Minuten. Bezieht man seinen Strom nicht über Maingau, sind die Roaming-Gebühren für Österreich (da Maingau eben aus Deutschland kommt) aber recht hoch.

Fazit

Was die billigste Art zu laden ist, ist oft gar nicht einfach zu ermitteln. Vor allem schon, weil der Vergleich einer Abrechnung pro Minute und pro kWh nicht ganz einfach ist.

Letztlich ist die Karte, mit der fast alles geht, die EinfachStromLaden-Karte. Wenn ich an einer Smatrics-Station bin, dann verwende ich Smatrics. Und die Energie Steiermark Ladekarte verwende ich eher aus heimatverbundener Einstellung. Vor allem in der Kombination aus Strombezug über Maingau sind die Tarife mit der EinfachStromLaden-Karte schon sehr in Ordnung.

Published inLadenetz

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