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Salzburger Nachrichten: Land Rover Defender gut für den Klimawandel

Hiermit möchte ich die Salzburger Nachrichten darauf hinweisen, dass sie einen gravierenden Fehler in ihrer Wochenendausgabe vom 8. August 2020 gemacht haben: Auf Seite 22 hat der Autor Florian T. Mrazek vergessen, beim Test des Land Rover Defenders (im Beitragsbild eine ältere Ausgabe des Defenders) darauf hinzuweisen, dass es sich hierbei um bezahlte Werbung handelt.

Wie anders ist es zu erklären, dass eine Zeitung, die sich löblicherweise mit unzähligen, täglichen und eigens markierten Artikeln zu den Themen Klima- und Umweltschutz profiliert und sehr deutlich positioniert, plötzlich eine Kehrtwende und mit der peinlichen Aussage, ein dicker Geländewagen mit einem Verbrauch von knapp 10 Litern Diesel pro 100km leiste „sogar seinen Beitrag für den Klimawandel“, auf sich aufmerksam macht.

Sollte das wirklich im wörtlichen Sinn gemeint sein, nämlich dass der Land Rover Defender tatsächlich seinen Beitrag für und nicht gegen den Klimawandel leiste, dann ziehe ich meine Kritik hiermit natürlich sofort zurück, doch aus dem Zusammenhang sieht es sehr wohl so aus, als solle der Defender als positives, grünes und umweltschützendes Beispiel angeführt werden.

Mein Lieblingsteil des Artikels ist übrigens die Begründung dafür: Autos seien „umso länger in Gebrauch, je teurer und exklusiver“ sie seien. Nun also: Dann fährt man diese Abgasschleuder also im Schnitt sogar noch länger. Was gibt es denn Besseres für unsere Umwelt?

Ein Nachsatz sei übrigens auch noch erlaubt: Der Testwagen lag bei knapp 100.000 Euro Neupreis. Ein beliebtes Argument gegen E-Autos ist, dass sie so teuer wären, doch fast jedes einzelne E-Auto, das heute in Österreich am Markt erhältlich ist, gibt es für weniger als 100.000 Euro. Und sollte ein Defender-Kunde (wider Erwarten) wirklich ein Auto für’s Gelände brauchen: Rivian (https://rivian.com/) und Bollinger (https://bollingermotors.com/) nehmen bereits Vorbestellungen entgegen.

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